Viel gibt es heute nicht zu erzählen. Das Wetter ist wieder sehr schön wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann. Die Temperaturen steigen auf 28°, hier wäre weniger sicher angenehmer gewesen. Die Burgschänke war in Ordnung, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist nicht unbedingt ausgewogen. Die Zimmer sin in Ordnung, das Frühstück hatten wir schon deutlich besser.
Bad Düben schauen mit der Burg Düben schauen wir uns heute nicht an, weil wir uns eigentlich hier schon von anderen Touren gut auskennen. So geht es gleich los. Wir fahren über die Mulde und biegen gleich dahinter auf den Mulde-Radweg, der uns die nächsten 12 Kilometer auf einer gut befahrbaren Gravelstrecke bis an die Goitzsche führt. Hier gibt es unterhalb des Roten Turms von Pouch einen kleinen privaten Imbiss, der von Radfahrern und auch von mir gerne genutzt wird. Obwohl wir erst 16 Kilometer hinter uns haben und es erst kurz nach 11 Uhr ist, genehmigen wir uns hier zu zweit eine Soljanka und jeder ein alkoholfreies Bier. Der Grund für diesen Stopp ist auch, dass wir von der ständigen Angst begleitet sind, dass wir über die Pfingstfeiertage verhungern und verdursten könnten. Allerdings ist diese Befürchtung inzwischen schon mehrfach widerlegt. Dennoch bleibt die Angst. Flüssigkeit ist heute allerdings auch notwendig. Gestern hatte Jana einige Probleme, weil sie nur eine Flasche mithatte. Gottseidank bekamen wir an der Fähre von Hohenprießnitz noch eine Mineralwasserflasche Sachsenquelle für 5 €!.
Weiter fahren wir nun noch ein stück entlang der Mulde. Dabei kommt eine uns schon hinreichend bekannte Steigung, die man bewältigen muss, um die Halbinsel Pouch zu überqueren. Hier ist mit Gepäck für uns kein Hochkommen, sondern wir müssen absteigen und schieben. Auch das ist schon sehr anstrengend, aber die Steigung macht auch Gottseidank auch nur etwa 150 Meter aus, die allerdings auch lang werden können. In Friedersdorf biegen wir dann von der Goitzsche ab und fahren hinter dem Ort über die Staumauer des Muldestausees.
Von dort geht es dann weiter durch die waldreichen Muldeauen bius nach Altjeßnitz. Hier gibt es eine schöne Grünanlage und eine alte Dorfkirche, die zur Straße der Romanik gehört. Ich war vor einigen Jahren hier als sie gerade wieder eröffnet wurde und zur Sicherung am Eingang eine große Glasscheibe installiert hatte, die einem zwar die Sicht auf das Innere ermöglicht, aber einen Rundgang ausschließt. Die damalige Pfarrerin, die mich in Empfang genommen hatte, erzählte mir, dass dies zum Schutz vor Diebstählen gemacht werden musste. Inzwischen muss man vier € Eintritt zahlen, um in den Park zu kommen. Wir beschließen weiterzufahren.
Zunächst geht es weiter auf ruhigen wegen, aber dann müssen wir etwa acht Kilometer auf einer vielbefahrenen Kreisstraße fahren, was für Jana immer recht unangenehm ist, weil sie solche Touren noch nicht gewohnt ist. Wir legen dann auch kurz bevor wir von der Straße abbiegen ein Pause ein und Jana legt sich in Feld und macht ein kleines Nickerchen. Dann geht es weiter und wir fahren Bald durch einen wunderschönen Wald, der schon zu Dessau gehört und den Namen Hinterer Tiergarten trägt. Tiere sind keine zu sehen, aber dafür sehr eindrucksvolle alte Laubbäume wie Eichen und Buchen. Weiter geht es über die wohl recht neue Tiergartenbrücke mit einem fantastischen Blick auf die Silhouette der Altstadt von Dessau hinein in das Zentrum der Stadt. Auch bis zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte, dem Radisson Hotel „Fürst Leopold“, ist es nicht mehr weit und wir bekommen dort ein sehr schönes Zimmer für einen der besten Preise auf unserer Tour.
Verschoben haben wir damit die Fahrt zur Muldemündung, Das werden wir morgen noch machen. Zunächst trinken wir unser obligatorisches Bier, ruhen uns dann etwas auf unserem Zimmer aus und abends geht es dann zu einem nahe gelegenen Griechen, wo ich wieder einmal zu viel Fleisch verzehre.




















