Radtour Berlin-Kopenhagen plus-29. Tag: Von Guldborg nach Kragenaes (6. Juli. 2026)

By 9. Juli 2026Aktuelles

Tagesstrecke: 36,6 Km

Wir genießen das gute Frühstück bei Jeanette. Eine norwegische Familie, die ebenfalls hier übernachtet hat, freut sich verständlicherweise, das Norwegen Brasilien geschlagen hat. Wir schauen etwas missvergnügt auf die Wetter-App, die uns zumindest für den Vormittag Dauerregen verspricht. Eigentlich hatten wir für diesen Fall gestern verabredet, dass wir dann noch einen Tag hier bleiben und Jeanette hatte das auch für möglich gehalten, aber Jana will unbedingt doch noch zu den Dodekalitten (dazu später mehr) und da der Nachmittag etwas regenfreier werden soll, beschließen wir doch weiterzufahren. Jeanette hat nichts dagegen, wenn wir uns bis 13 Uhr im Gemeinschaftsraum aufhalten.

Gegen 13Uhr hört der Regen Tatsächlich erst mal auf und so fahren wir los, werden aber nach etwa fünf Kilometern von einem erneuten kräftigen Regenschauer heimgesucht. nach 10 Kilometern sind wir dann in Saksköbing, einer der größeren Orte auf Lolland und halten in einem Café, wo es für dänische Verhältnisse preiswertes Smörrebröd gibt. Die Bedienungen sind sehr freundlich und so lassen wir uns hier nieder und warten den nächsten Regenschauer ab, der ziemlich heftig ist. Inzwischen ist es dann schon fast 15 Uhr bevor wir weiterkommen. Vorher haben wir uns bei Rema noch mit Bier, Rotwein und zwei Fertiggerichten eingedeckt, den die Restaurants oder Gaststätten in Kragenaes, unserem heutigen Zielort, haben heute alle geschlossen.

Nachdem wir Saksköbing verlassen haben, geht zwar noch einmal ein Regenschauer runter, aber dann haben wir erst mal etwa zwei Stunden Ruhe vor dem Regen. Anstrengend wird die Tour trotzdem, weil der Wind, immer noch recht heftig, von Westen kommt und damit uns permanent entgegen. Wir kämpfen beide und es ist wirklich eine sehr anstrengende Fahrt. Irgendwann schickt Wetter online eine Meldung „heute ist es ungemütlich, morgen wird es noch herbstlicher“. Das gibt dann keinen sonderlichen Motivationsschub. Aber!? Wir fahren weiter!

Kurz vor unserem Ziel beginnt dann auch erneut der Regen und, da wir nun durch die sogenannte Lolländische Alpen fahren, geht es auch noch auf und ab. Als wir dann an unserem Ziel, den Dodekalitten, ankommen, sind wir ziemlich erschöpft, aber auch ziemlich verwundert, dass sich hier bei diesem Wetter so viele Menschen tummeln. Aber was sind nun diese Dodekalkitten. Ich werde es einfach aus dem deutschsprachigen Flyer heraus beschreiben:
„Das Wort DODEKALIT ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet „Zwölf Steine“. Das Kunstwerk besteht aus zwölf Steinfiguren, geneißelt aus Granit, 7-9 m hoch und jede Figur 25-45 Tonnen schwer. Die oberen zwei Meter sind als Köpfe ausgearbeitet, die alle zum Zentrum eines Kreises mit 40 Meter Durchmesser blicken. Die DOLEKALITTEN sind auf einer Anhöhe in den „Lolländer Alpen“ platziert mit Aussicht über das „Smalandhavet“.

Zwichen den Figuren aus den Sitzsteinen heraus erklingt in den Sonnenstunden des Tages ganzjährich elektronische Musik, die eigens für diesen Ort komponiert wird.“

Soviel zu den Dolekalitten, mehr kann man bei Wikipedia oder in anderen einschlägigen Portalen nachlesen. Der Bildhauer der Steine ist der Bildhauer Thomas Kadziole, der 1962 in Kopenhagen geboren ist. Er begann mit dem Projekt 2010 und die letzte Steinfigur wurde erst vor einigen Wochen im Beisein von Königin Mary von Dänemark am 16. Juni 2026 gesetzt und damit das Projekt beendet. Die Steinfiguren sind in ihrer Monumentalität schon beeindruckend. Ansonsten kann ich persönlich damit wenig anfangen.

Gottseidank brauchte ich Jana nicht davon überzeugen, dass wir bei Regen und Wind nicht allzu lange hier oben verweilten. So fuhren wir noch einen Kilometer in unsere Unterkunft, die sehr geräumig war und uns daher Platz, ließ unsere nassen Sachen auszubreiten und uns trotzdem noch bewegen zu können. Die Unterkunft war wieder ohne Personal, aber wir kamen ohne Probleme hinein und nachdem wir uns eingerichtet hatten machten wir uns unsere mitgebrachten Fertiggerichte in der Mikrowelle war und ließen den Abend ruhig ausklingen.

 

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