Tagesstrecke: 55,3 Km
Auch heute gibt es nicht allzu viel zu berichten. Wir trinken morgens bei Mc Donalds einen großen Cappuccino und verzehren dazu unseren mitgebrachten Proviant von gestern. Heute bläst wieder ein starker Wind. Er ist zwar vom Sturm, der gestern noch vorausgesagt wurde, heruntergestuft, aber es reicht immer noch. Für Jana ist solcher Wind auf dem Fahrrad noch völlig ungewohnt, aber sie meistert es mit Bravour. Wir fahren heute über drei der dänischen Inseln, zunächst geht es auf Seeland weiter bis nach Vordingborg. Wir disponieren hier von der ursprünglich geplanten Route etwas um und fahren auf der befahrenen Sekundärrute 151 auf dem kürzesten Weg nach Vodingborg. Auch hier gibt es einen für Fahrradfahrer ausgewiesenen Randstreifen von etwa 1 Meter Breite. Die Strecke die wir fahren ist etwas über 20 Kilometer lang und tatsächlich schnurgerade
In Vordingborg kehren wir in der Mittagszeit in einem Lokal ein, wo wir schöne Rindersteaks ausgewählt haben und zu einem Preis serviert bekommen, der in Deutschland auch nicht niedriger gewesen wäre. Danach schauen wir noch bei Lidl vorbei und kaufen das für uns Nötigste ein, weil es auf den nächsten Streckenabschnitten schwierig mit Einkäufen wird, weil wir offensichtlich durch sehr dünnbesiedeltes Gebiet fahren. In Vordingborg ist übrigens gerade großer Trubel, weil das Vordingburg Festuge, ein traditionsreiches, 6-tägiges Stadt- und Musikfestival vorbereitet werden.
Von Vordingborg geht es dann auf einem sehr guten Radweg auf der Königin-Margarethe die II.-Brücke über den Storström. Vor 11 Jahren bin ich die Strecke schon einmal gefahren und wunderte mich etwas, weil ich sie etwas anders in Erinnerung hatte, vor allem die Qualität des Radweges. Die Erklärung ergibt sich daraus, dass die Brücke erst vor ein igen Wochen eröffnet worden ist, Ich also auf der alten Brücke gefahren bin, auf der heute nur noch die Eisenbahn fährt und die nächstes Jahr, wenn die Eisenbahnstrecke auch über die neue Brücke fertiggestellt ist, demontiert werden soll. Dennoch ist die Fahrt über die Die Fahr über die 3832 Meter lange Brücke bei den herrschenden Windverhältnissen eine Herausforderung. Jana fährt sehr souverän voraus und wir meistern die Überfahrt sehr gut und sind natürlich danach mächtig stolz aufeinander. Die Brücke ist übrigens die drittlängste Dänemarks.
Nach der Brücke sind wir auf der Insel Falster, die wir ja schon von unseren ersten Tagen in Dänemark kennen. Wir fahren auch hier durch getreidewirtschaftlich genutztes Gelände, bis Guldenborg. Hier geht es über eine Brücke über den schmalen Guldborgström auf die Insel Lolland. Nach etwa fünf Kilometern erreichen wir unser heutiges Quartier Mosters Bed&Breakfast erreichen. Es ist ein privates Quartier. Wir werden von der Hausherrin Jeanette sehr freundlich empfangen. Sie und ihr Mann vermieten offensichtlich die drei ehemaligen Kinderzimmer als Fremdenzimmer. So erzählt sie uns ganz stolz, dass sie bis Ende August ausgebucht sei. Es scheint auch Expansionsbedarf zu bestehen. So sind inzwischen neben dem Haus zwei Containerhäuschen entstanden. Eins mit zwei Badezimmern und eins als weitere Unterkunft. Wir haben uns zum Abendessen die Fertiggerichte Moussaka für mich und Nudeln mit Lachs und Spinat für Jana mitgebracht, die wir nun in der Mikrowelle warm machen und im sehr gemütlichen Gemeinschaftsraum bei einer Flasche Wein verzehren. Danach spielen wir noch eine Partie Schach, was in den letzten Tagen etwas zu kurz gekommen ist.
- Fahrt über die Königin Margarethe II. Brücke
- Blick auf den Storström
- Viele schnurgerade Straßen auch hier auf Falster
- Unsere heutige Unterkunft hier auf Dolland
- Der Gemeinschaftsraum
















