Radtour Berlin-Kopenhagen plus- 25. Tag: Von Helsingoer nach Roskilde (2. Juli. 2026)

By 4. Juli 2026Aktuelles

Tagesstrecke: 64,6 Km

Heute ein sehr eigenwilliger Tag. Hatten wir die letzten Tage noch sehr schönes Wetter, ist es nun erst mal vorbei. Die Temperaturen sinken auf 19° und ein großes Regengebiet soll auf unserer Tour über uns hinwegziehen. Wir wollen möglichst früh losfahren, aber es wird doch wieder 9:15 Uhr bis wir loskommen. Der Regen soll erst gegen 12 Uhr anfangen, aber tatsächlich fängt er dann schon gegen 11 Uhr an und wird auch zunehmend stärker. Es wird zwar kein Starkregen, aber ein intensiver Dauerregen. Schon um 12 Uhr sind wir sehr nass und haben gerade mal die Hälfte unserer Strecke geschafft.

Wir treffen um diese Zeit auf ein Hotel, wohl eine Art Kongresshotel. Jana fordert eine Pause und wir fragen, ob wir hier einen Kaffee trinken können. Das wird bejaht und die freundlichen Arbeiter, die draußen die Treppe reparieren müssen, machen uns sogar in ihrem Bereich einen überdachten Platz frei, damit unser Gepäck und unsere Räder nicht noch nasser werden. Im Inneren gibt es einen Aufenthaltsraum und einen Kaffeeautomaten an dem wir uns bedienen dürfen. Die Mitarbeiterinnen des Hotels behandeln uns wirklich sehr freundlich. Wir holen unsere für den Mittagslunch mitgebrachten Dinge, ein belegtes Brötchen und den Rest der Pizza, den Jana gestern Abend nicht mehr aufessen konnte, und lassen es uns schmecken. Wir bleiben etwas länger als eine halbe Stunde und unsere Fahrradsachen sind wieder leidlich trocken geworden. Wir zahlen unseren Kaffee, aus dem fünf Becher geworden sind und bekommen diese für gerade mal 90 DKR, also knapp 12 EURO. So preiswert haben wir in Dänemark bisher noch keinen Kaffee bekommen.

Dann ging es weiter. Die Strecke war gut befahrbar, aber der Regen wurde immer unangenehmer. Dann kamen wir in den Vorort von Roskilde, wo unser Hotel sein sollte. Da wir uns natürlich auf ein Bier freuten, schlug ich Jana vor, dass ich zu Netto das Bier holen fahre und sie solle schon mal zum Hotel fahren und einchecken. Gesagt getan als ich nach einer Weile aus dem Netto herauskam und mich auf den Weg zum Hotel machte, kam mir plötzlich Jana entgegen und machte mich durch Rufe auf sich aufmerksam, denn ich hatte sie nicht bemerkt, weil ich mich auf den Weg konzentrierte. Ich guckte sehr erstaunt zu ihr rüber und sie rief mir zu, dass am angegebenen Ort überhaupt kein Hotel sei. Ich reagierte etwas säuerlich, weil ich doch die Tour geplant hatte und mir nicht vorstellen konnte, was mir da passiert sein sollte. Jana hatte inzwischen das Hotel über google wieder ein Stück weit zurück geortet und so fuhren wir zurück, ich nach wie vor in dem sicheren Glauben, dass sie etwas übersehen haben musste. Als wir aber zu dem von ihr georteten Hotel kamen, in dem wir tatsächlich gebucht waren, musste ich mir Asche auf mein Haupt streuen und gegenüber Jana Abbitte leisten. Ich kann mir bis jetzt immer noch nicht erklären wie und warum mir diese Fehlplanung passiert ist. Manchmal gibt es für die eigenen Fehlleistungen keine Erklärungen mehr und das wird voraussichtlich auch nicht weniger werden.

Der Abend verlief dann wieder harmonisch. Wir bekamen im Hotel zwar ein Abendessen, das aber nicht sonderlich gut war. Es gab Schweinebauch, der sehr viel Fettanteile enthielt und das bisschen Fleisch, was dran war, war knochentrocken und entsprechend hart. Dazu gab es Salzkartoffeln und Rote Beete Salat und eine weiße Sauce mit Schnittlauch drin. Wirklich kein Genuss, aber was solls. Wir sind satt geworden.

Viele Fotos gibt es natürlich heute nicht!

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