Tagesstrecke: 1x 18 Km; 1x 12 Km zu Fuß
Gottseidank ein nicht mehr so heißer Tag wie die letzten drei Tage. Die Temperatur ist auf erträgliche 25° gesunken. Ursprünglich wollten wir eine Stadtrundfahrt mit dem Fahrrad machen. Wir entscheiden uns aber dann doch für einen Stadtrundgang zu Fuß. Zum einen schadet es uns sicher nicht nach den vielen Fahrradkilometern eine andere Bewegungsform zu wähle. Zum anderen sind zwar die Fahrradwege hier hervorragend aber sie sind auch sehr befahren. Da wir viel fotografieren, wäre das ständige anhalten, Handy herausnehmen und fotografieren doch etwas beschwerlich und wahrscheinlich für den Verkehrsfluss aber auch unserer Sicherheit eher unzuträglich.
Also nach dem hervorragenden Frühstück in unserem Comfort Hotel geht es los. Zunächst geht es vorbei am Bahnhof und dem Eingang zum Tivoli, einem Vergnügungs- und Erholungspark, den es schon seit 1843 gibt und der damit einer der ältesten existierenden Vergnügungsparks weltweit ist. Auf unserem Besuchsprogramm ist er allerdings zum Besuch nicht vorgesehen. Vorbei geht es noch an der großen Wetterstation direkt am Rathausplatz mit einem fünfstöckigen Thermometer und einer Drehscheibe drüber, auf der wenn das Wetter schön ist eine goldene junge Frau auf dem Fahrrad erscheint. Ist das Wetter schlecht, kommt sie mit einem Regenschirm heraus, bleibt aber trotzdem golden.
Dann stehen wir auf dem riesigen Rathausplatz und bestaunen das Bauwerk. Es ist im nationalromatischen Stil erbaut und hat ein überdachtes Atrium und einen begrünten Innenhof. Direkt neben dem Rathaus sitzt überlebensgroß Hans Christian Andersen, der sicher bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Auf den Rathausplatz fällt noch der wuchtige Drachenbrunnen ins Auge, auf dem ein Stier mit einem Drachen ringt. Wie und ob es ausgegangen ist, ist allerdings nicht überliefert.
Unser nächstes Ziel ist der Dom von Kopenhagen, der den Namen Frauenkirche führt und auf uns recht ernüchternd wirkt. Wären nicht die sechs dorischen Säulen im Portikus, wäre ich nie davon überzeugt worden, dass es sich hier um ein klassizistischen Kirchenbau handelt. Das Innere ist bestimmt von den mächtigen Skulpturen der zwölf Apostel die jeweils zu sechst das Langhaus zieren und der scheinbar schwebenden Gestalt Jesus Christus im Chorraum und dem Engel mit Taufbecken davor. Alles Werke aus der Werkstatt von Bertel Thorvaldsen, dem dänischen Bildhauer der als bedeutendster Vertreter des dänischen Klassizismus gilt. Neben dem Dom werfen wir noch einen Blick auf das alte Universitätsgebäude.
Wir schlendern dann weiter durch die Stadt zum Schloss Christiansborg. Das Schloss ist ein Schloss-, Parlaments, Regierungs- und Gerichtsgebäude. Die neubarocke Dreiflügelanlage wurde 1907 bis 1928 im Auftrag von Friedrich VIII. erbaut. Als Sitz der Legislative, der Exekutive und der Judikative ist es weltweit wohl das einzige Gebäude das alle drei Staatsgewalten in sich vereint. Nach ihm ist auch die Serie „Borgen“ benannt, die sehr eindrucksvoll und spannend das politische Leben in einer europäischen Hauptstadt schildert.
Daneben steht auch das Museum für Bertel Thorvaldsen, dass wir uns dann am nächsten Tag anschauen, weil heute Montag und daher geschlossen ist. Weil es inzwischen Mittagszeit ist gehen wir dann noch mal ein Stück zurück in die Stadt, weil wir ein Lokal gesehen haben, das Smörrebröd anbietet. Es ist sozusagen das traditionelle dänische Mittagsbrot, dass aus einem Schwarzbrot mit unterschiedlichsten Belägen besteht. Ich hatte eine Belag aus Ei, Mayonnaise, Kaviar und Krabben, Jana hat als Belag drei Heringsröllchen. Als wir bezahlten, reifte bei uns doch der Entschluss, in Zukunft auf Sörrebröd eher zu verzichten. Außerdem konnten wir feststellen, dass es Bier tatsächlich zu noch höheren Preisen als in unserem Hotel gibt.
Nach der Mittagspause machten wir einen längeren Gang weiter durch die Stadt an vielem Sehenswertem vorbei bis zum Schlossensemble Amalienborg, das aus vier Palais um einen achteckigen Platz erbaut ist. Schloss Amalienborg ist die Residenz der Könige von Dänemark. Das barocke Bauensemble aus vier Adelspalais wurde 1750 bis 1760 im Auftrag Friedrich V. erbaut. Als Bauherr schmückt daher nun sein Reiterstandbild die Mitte des Platzes. Unweit des Platzes und in einer Sichtachse des Platzes gelegen kommt man zur sogenannten Marmorkirche, die allerdings offiziell wohl eher nicht ohne Grund Friedrichskirche heißt, weil auch hier Friedrich V. der Auftraggeber war. Die Kirche beeindruckt durch ihre monumentale Kuppel, die weithin sichtbar ist und die Silhouette der Stadt prägt. Die Kirche ist ein runder Zentralbau und wirkt auch innen kaum weniger beeindruckend als von außen.
Von hier aus geht es dann noch ein paar Kilometer weiter bis zum eigentlichen Wahrzeichen Kopenhagens, der kleinen Meerjungfrau. Sie ist inzwischen schon über 100 Jahre alt, um genau zu sein 113 Jahre. Als ich sie zum ersten Mal kennenlernte, war sie gerade mal 54 Jahre und wirkte auf mich sehr jugendlich und meinem Alter entsprechend sehr aufreizend. Heute ist sie nun mehr als doppelt so alt und hat noch immer nichts von ihrem Liebreiz verloren und das, obwohl sie sicherlich jeden Tag von tausenden Touristen bevölkert wird. Sie schaut dem Treiben mit einer beeindruckenden Gelassenheit zu und schaut auch meistens in eine andere Richtung. Wir verweilen hier eine Zeitlang und auch ich werde nicht müde sie zu fotografieren.
Dann geht es weiter durch das Kastell, das 1667 fertig gestellt wurde und seine strategische Bedeutung durch den Verlust des Landes östlich des Öresunds erhielt. Nach 1945 erfolgten umfangreiche Erneuerungen. Man kann heute hier durchwandeln und es hat noch wenig Militärisches an sich, eigentlich begegnet einem eine gemütliche Parklandschaft.
Zurück geht es nun zum Nyhavn, der zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. Er ist von bunten Häusern und hübschen Segelschiffen, alles schon älteren Datums gesäumt. Jana will unbedingt noch eine Hafenrundfahrt machen. Ich mache natürlich mit, obwohl ich schon rechtschaffen müde bin. So mache ich während der Bootsfahrt auch gelegentlich die Augen zu und bin auch eingeschlafen. Jana war dagegen ganz begeistert und das erhellt ja auch den Tag.
- Der Hauptbahnhof von Kopenhagen
- Eingang zum Tivoli
- Die Wetterstation am Rathausplatz mit überdimensionalem Thermometer und einer Skulptur, die sich dem Wetter anpasst. Bei schönem Wetter erscheint das goldene Mädchen mit dem Fahrrad, bei schlechtem Wetter mit einem Regenschirm
- Das Rathaus von Kopenhagen
- Neben dem Rathaus sitzt Hans Christian Andersen
- Das Rathaus wurde 1893 bis 1905 im sogenannten nationalromantischen Stil errichtet
- Im Eingangsbereich des Rathauses
- Das Rathaus hat zwei Höfe, der eine ist überdacht und sehr ornamental ausgestaltet,
- Der andere ist ein Freisitz
- Über dem Haupteingang die vergoldete Skulptur Von Bischof Absalon von Lund, der als Stadtgründer gilt
- Das Rathaus mit dem Drachenspringbrunnen
- Der Drachenspringbrunnen auf dem Rathausplatz: Hier kämpft ein Stier mit einem Drachen
- Blick vom Alten auf den Neuen Platz
- Brunnen auf dem Alten Platz
- Die Frauenkirche bzw. der Dom von Kopenhagen ist die Hauptkirche des Bistums Kopenhagen der Dänischen Volkskirche. Er wurde 1829 im neoklassizistischen Stil errichtet.
- Blick ins Innere. Entlang der Langwände links und rechts Statuen der 12 Apostel
- Die Kanzel
- Im Chor ein Engel mit Taufbecken von Bertel Thorvaldsen
- Imm Zentrum des Chores Jesus Christus mit Majestätischer Geste über dem Altar
- Ebenfalls eine Arbeit von Thorvaldsen
- Blick auf die Orgel
- Das Universitätsgebäude
- Das Gerichtsgebäude am Neuen Platz
- Sie sind auch hier
- Das Reiterstandbild des Stadtgründers
- Teil des Dänischen Nationalmuseums
- Blick zum Schloss Christiansborg
- Schloss Christiansborg ist ein Schloss-, Parlaments, Regierungs- und Gerichtsgebäude. Die neubarocke Dreiflügelanlage urde 1907 bis 1928 im Auftrag von Friedrich VIII: erbaut. Als Sitz der Legislative, der Exekutive und der Judikative ist es weltweit wohl das einzige Gebeäude das alle drei Staatsgewalten in sich vereint. Nachimhm ist auch die Serie „Borgen“ benannt.
- Sie muss mal wieder auf mich warten
- Das Thorvaldsen Museum
- Berttel Thorvaldsen (1770-1844). Er war Bildhauer und gilt als bedeutendster Vertreter des dänischen Klassizismus
- An den Außenwänden Darstellungen der Lasten, die mit der Arbeit für Thorvaldsen verbunden waren
- Hier noch einmal die Grundausstattung des Domes durch Thorvaldsen. Links und rechts die zwöfl Apostel, der Engel mit dem Taufbecken und über allem Jesus Christus
- Poträtbüste Metternichs
- Reiterstandbild Josef Antoni Poniatowskis, der unter Napoleon zum Marschall von Frankreich wurde und bei der Völkerschlacht von Leipzig in der Weißen Elster ums Leben kam. Das Reiterstandbild steht heute vor dem Präsidentenpalast in Warschau
- Die drei Grazien und Amor
- Amor und Psyche
- Noikolaus Kopernikus
- Friedrich schiller
- Smörrebrod, unser Mittagsimbiss
- Plick auf zwei der Palais von Schloss Amalienborg Es iste die Residenz der Könige von Dänemark. Es besteht aus vier Adelspalais die im Auftrag von Friedrich V: in den Jahren 1750-1760 Erbaut wurden
- Wacghablösung in Amalienborg
- Reiterstandbild Friedrichs V.
- Die Marmorkirche entstand auch in der Zeit der Amalienborg unter Friedrich V.
- Blick ins Innere
- Blick in die Kuppel
- Der Altar
- Die Orgeln
- Die prachtvolle Orgel von 1894 ist heute nicht mehr bespielbar.
- Die Nikolaikirche ist heute eine Kunsthalle. Amn Montag ebenfalls geschlossen
- Das Königliche Theater
- Mit den Skulpturen der Dichter Ludvig Holberg
- und Adam Oehlenschläger
- Die St. Albert Kirche
- Daneben der Gefion-Brunnen. Er ist das größte Denkmal in Kopenhagen und wird als Wunschbrunnen bezeichnet und wohl auch genutzt. Die Figurengruppe zeigt Gefion, die Asenjungfrau aus der germanischen Mythologie und ihre zu Stieren verwandelten Söhne, welche mit einem Pflug eine Furche zwischen der Insel Seeland und Schweden herauspflügen und damit Seeland vom Festland zu trennen.
- Da sitzt sie nun – die kleine Meerjungfrau
- Weg zum Kastell
- g im Kastell
- Das neue Opernhaus
- Dass neue Schauspielhaus
- Vom Boothaus kann ich sogar den Rücken betrachten
- Neues Wohnprojekt in Kopenhagen
- Am nächsten Tag besuchten wir noch Schloss Rosenborg mit den Thronjuwelen der dänischen Könige
- Sehr unscheinbar die jüdische Synagoge, wenn sie nicht auch hier von Militär oder Polizei gesichert werden müsste




















































































