Radtour Berlin-Kopenhagen plus-30.-32. Tag: Von Kragenaes über Nynköbing, Marielyst, Rostock nach Ldeipzig (7.-9. Juli. 2026)

By 9. Juli 2026Aktuelles

Tagesstrecke: 11,79 Km (7. Juli)

Tagestrecke : 14,16 Km (8. Juli)

Tagesstrecke: 29,36 Km (9. Juli)

Der Rest ist nun schnell erzählt. Der Tag gestern nach Kragenaes hat uns doch ziemlich zugesetzt und wir fühlen uns ein wenig erschöpft, haben also wenig Lust, auch angesichts der Wetterprognosen die ca. 55 Kilometer mit dem Fahrrad nach Nyköbing zu fahren. Das Wetter bleibt erst mal schlecht, ein größeres Regengebiet zieht über Land und der Wind bläst immer noch heftig. Von Kragenaes fahren wir also nun mit dem Bus bis Maribo im Zentrum von Lolland, dann geht es mit der Bahn nach Nyköbing. In Nyköbing sind wir schon gegen Mittag. In unserem Hotel Liselund können wir wenigstens das Gepäck abstellen. Wir fahren danach mit den Rädern ins Zentrum der Stadt und lassen es uns, nachdem wir nichts anderes finden, was offen hat, bei einem Japaner gut schmecken. Die Preise sind hier wieder sehr hoch. Eigentlich hat Nyköbing wenig zu bieten. Zwar ist die Altstadt ganz hübsch, aber dass ist ja hier in Dänemark auch nichts besonderes. Allerdings kommen hier eigentlich alle Touristen durch, die von Rostock über Gedser nach Dänemark einreisen und hier oft die erste Nacht verbringen. Auch unser Hotel ist so eine Durchgangsstation, recht adrett gestaltet, die Zimmer viel zu klein, rund 11 Qm mit Bad, und recht preisintensiv.

Der gestrige Tag führte uns dann zurück nach Marielyst, wo wir ja schon unsere Radtour in Dänemark begonnen hatten. Von Nyköbing hierher waren es gerade mal ca. 15 Kilometer. Heute ist es schöner und die Sonne kommt mal wieder raus und die Temperaturen steigen auf 20-21°. Auch hier kommen wir aus den genannten Gründen schon am Mittag an und auch noch gar nicht in unser Quartier, ein Gästehaus. Die Kommunikation erweist sich zusätzlich als schwierig, weil bei Jana inzwischen das Volumen von ihrem Handy aufgebraucht ist und bei mir der Umstieg auf einen anderen Netzanbieter noch nicht geklappt hat und ich daher nur über WLAN kommunizieren kann.  So machen wir erst einmal im Zentrum von Marielyst eine Mittagspause und verzehren einen Salat.

Danach zieht sich Jana erste einmal an den Strand zurück, um zu lesen und ich brauche doch wieder etwas Bewegung und mach noch ein mittlere Radrunde. Am Nachmittag treffen wir uns wieder und kommen dann nach einigem hin und her auch in unser Gästehaus. Das Zimmer ist dort ähnlich klein wie in Nyköbing, es gibt aber genügend geräumigen Aufenthaltsräume und eine große Küche mit allem drum und dran. So beschließen wir den Abend in der Unterkunft zu verbringen, wärmen uns in der Mikrowelle eine fertiggerichtete Spaghetti Bolognese und genießen den Abend bei einem Schachspiel und einer Flasche Rotwein.

Heute geht es nun bei mir zurück nach Hause und bei Jana noch einige Tage nach Binz, wo sie auf einer Eigentümerversammlung des Schrebergartens die Interessen ihrer Datscha vertreten muss. Am Sonntag wird auch sie wieder nach Leipzig zurückkehren. Am Morgen trinken wir einen Kaffee und essen Jana eins und ich zwei gestern bei Lidl erworbene Pistazienkringel, die uns schon die ganzen Tage gut geschmeckt haben. Gegen 8:30 Uhr machen wir uns auf den Weg zum 16 Kilometer entfernten Hafen nach Gedser. Der Wind hat nachgelassen und auch dass Wetter verspricht wieder sonniger zu werden. Die Tour, die ich nach Gedser ausgesucht habe, geht schön durch ein Naturreservat und nur die letzten Kilometer entlang der zentralen Straße über die Insel Falster.

Die Überfahrt mit der Fähre ist problemlos und vor allem bisher immer pünktlich. In Rostock müssen wir noch etwa 13 Kilometer zum Hauptbahnhof fahren, die sich allerdings auf 10 Kilometer verkürzen, weil wir wegen einer Bausteller die Fähre über die Warnow nehmen müssen. Am Rostocker Hbf gönnen wir uns noch je ein Kebab, was der Gelegenheit angemessen geschmeckt hat. Wir mussten aber unser Kebab gegen zwei gierige Möwen verteidigen. Da der Hbf in Rostock gerade umfassend saniert wird, erkunde ich dann noch, ob wir über Fahrstühle ungehinderten Zugang zu unseren Bahnsteigen haben werden. Dies ist dann Gottseidank auch so. Da Janas Zug schon auf dem Bahnsteig steht, bringe ich sie noch zum Zug und wir verabschieden uns mit der Feststellung, dass wir doch eine tolle Reise miteinander verbracht haben. Bis zum Rostocker Hbf waren es übrigens 1.086 Kilometer, die wir mit dem Fahrrad zurückgelegt haben.

Ich sitze nun auch im Zug und habe dieses letzte Kapitel unserer Reise geschrieben und werde hoffentlich gegen 22:00 Uhr zu Hause sein.

Impressionen aus Nyköbing

Impressionen meiner Tour im Umland von Marielyst

 

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