11. Tag: Von Kloster Nimbschen nach Bad Düben (61,8 Km)

Im Hotel Kloster Nimbschen, das insbesondere Jana aber auch ich sehr schätzen, hatten wir wieder ein vorzügliches Frühstück mit allem was der Magen am frühen Morgen begehrt, teilweise auch mit mehr. Etwas irritiert waren wir doch, dass fast alle Tische mit Namensschildern versehen waren und wir dann nichts für uns fanden. Auf unsere Frage hin, wurden wir dann etwas  salopp beschieden, dass wir uns doch einfach einen leeren Tisch suchen sollten und auch selbst eindecken könnten.

Gegen 10 Uhr kommen wir los und es verspricht ein sehr warmer Tag zu werden. Die Temperaturen lagen da schon bei 20° und sie sollten noch bis auf 28° ansteigen. Wir fuhren zunächst nach Grimma und machten noch auf und von der Pöppelmann-Brücke einige Fotos. Hinter der Pöppelmann-Brücke beginnt dann eine Bahntrassenradweg der über fast 20 Kilometer total flach nach Wurzen führt. Es ist ein Genuss hier zu fahren, auch wenn heute doch recht zahlreiche Radfahrer diesen Weg am Pfingstsonntag präferierten. Der Weg führt entlang der Mulde, allerdings ist außer Grün hier nicht viel zu sehen.

In Wurzen machten wir eine längere Rast. Für Jana war es völlig überraschend, dass Joachim Ringelnatz (1883-1934) in Wurzen geboren wurde. Zwar hat er hier nur die ersten drei Jahre seines Lebens verbracht, weil seine Familie bereits 1886 nach Leipzig zog. Dennoch hat die Stadt ihn genutzt, um sich dadurch eine höhere Bedeutung zu geben. So finden sich an zahlreichen Stellen Stehlen mit Sprüchen von Ringelnatz und auf dem Rathausplatz steht ein Ringelnatz Brunnen. Dann zeigte ich Jana noch das sehr  eindrucksvolle Kriegerdenkmal in einem Park gegenüber des Wurzener Bahnhofs. Das Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs auf dem früheren Alten Friedhof, das am  am 11. Mai 1930 eingeweiht wurde, zeigt Bronzeplastiken Bronzeplastiken von Georg Wrba. Es sind ein flach liegender Soldat, verletzt oder bereits verstorben und eine junge Sanitäterin, die sich über ihn beugt. Diese stellt Elsa Brändström dar.

Auf dem Markt hat ein Italiener offen und so nehmen wir einen Imbiss ein, ich Pizza Jana Pasta, weil wir Angst haben heute nichts mehr zu essen zu bekommen, weil Pfingstsonntag ist. Danach machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Wurzener Dom. Eine Besichtigung fällt allerdings aus, weil gerade viele Menschen zum Gottesdienst strömen.

Weiter geht es dann weiter ohne nennenswerte Anstiege entlang der Mulde, vorbei am Schloss Thallwitz, in dem bis 1994 eine Klinik für Plastische und Wiederherstellende Kiefer- und Gesichtschirurgie untergebracht war. Auf dem Mulde-Radweg lassen wir dann Eilenburg links liegen. In Hohenprießnitz setzen wir mit einer Fähre über die Mulde über und fahren dann die letzten 10 Kilometer auf ruhigen Straßen bis nach Bad Düben. Wieder erwarten hat in unserem Quartier Burgschänke auch noch das Restaurant und der Biergarten geöffnet, so dass das Bier nach der Tour, aber auch ein leichtes Abendessen, wir entscheiden uns für Flammkuchen, gesichert sind. Obwohl der Weg heute harmlos war, bin zumindest ich ziemlich geschafft, was vielleicht an den ungewohnten Temperaturen lag und falle schon gegen 21 Uhr ins Bett.

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