Tageskilometer: 51,34 Km
Heute ging es also los mit unserer bisher längsten Radtour nach Kopenhagen. Das Wetter soll wieder durchwachsen sein und ab Mittag soll es regnen. Danach sieht es am Morgen nicht aus. Es ist heiter bis wolkig, allerdings sind die Temperaturen deutlich unter 20 Grad gefallen. An diesem Wetterbefund ändert sich auch wenig bis zum Ende unserer heutigen Strecke. Außer einigen wenigen Tropfen haben wir vom Regen nichts mitbekommen.
Am Morgen frühstückten wir noch einmal ordentlich und kauften uns noch ein Lunchpaket, für das wir soviel Brötchen oder Brot schmieren und belegen durften wie wir wollten. Allerdings beließen wir es bei zweien. Danach packten wir zusammen und sattelten unser Gepäck. Mit drei Gepäckträgertaschen und zwei sogenannten Frontlodern muss ich etwa 20 Kg transportieren. Das ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, habe mich aber ganz gut schon eingewöhnt. Zum Abschied machte der nette Servicemitarbeiter der Jugendherberge noch ein Abschiedsfoto von uns.
Dann ging es erst einmal etwa 15 Kilometer durch Berlin bis wir dann über Moabit, Tegel bis nach Spandau kamen und von dort an auf zum Teil sehr schönen Radwegen entlang der Havel und ihrer Kanäle fuhren. Dabei fuhren wir auch ein Stück entlang des Mauer Radwegs durch Nieder Neuendorf, Heringsdorf, und Birkenwerder. In Birkenwerder bog die Route dann nach osten ab und führte uns in einem Bogen nach Oranienburg, wo wir kurz nach der Einfahrt bei einem Bäcker in einem Rewe einkehrten und uns je einen Cappuccino und je ein Stück Kuchen gönnten. Dann fuhren wir weiter in die Innenstadt, wo wir kurz vor Schloss Oranienburg wieder die Havel überquerten und einen weiteren kleinen Stopp vor dem Schloss einlegten und uns an dem Anblick dieses schön restaurierten Schlosses und natürlich auch an dem Denkmal für Luise Henriette von Oranien erfreuten, deren Ehemann, der Große Kurfürst, den Ort und das Schloss ihr zum Geschenk machte, weil sie sich in die Gegend verliebt hatte. Das Havelland hier erinnerte sie wohl an ihre holländische Heimat. Das Denkmal haben ihr im 19. Jhdt. die Bürger der Stadt aus Dankbarkeit gewidmet, dass sie ihren Ort wieder zu Bedeutung verholfen hat.
Nach dieser kurzen Pause fuhren wir dann noch die restlichen 5 Kilometer nach Germendorf, wo wir ein relativ günstiges einfaches Quartier gebucht hatten, was aber unseren Ansprüchen voll gerecht wurde. Germendorf hat offensichtlich auch überregionale Bedeutung durch einen Tier-, Freizeit- und Saurierpark erlangt. Jana erinnerte sich sofort, dass sie hier schon mal mit ihren Enkeln gewesen ist und erzählte mir von den tollen Erlebnissen, die die Kinder und auch sie dort erlebt hatten. Mir war das bisher völlig unbekannt.
Sehr angenehm verlief dann der Abend im Restaurant Taubenschlag. Wir bestellten Wildbraten an Waldpilzen mit selbstgemachten Spätzle und tranken dazu ein Glas Rotwein. Das Essen war sehr schmackhaft und wir haben es genossen. Der Koch, gleichzeitige wohl mit seiner Frau der Besitzer des Lokals, sah eigentlich so aus als wäre er sein bester Kunde und würde sein gesamtes Essen alleine verspeisen, die Frau war dafür das genaue Gegenteil, kochte wirklich ausgezeichnet. Wir haben sie ausgiebig gelobt und sie haben sich offensichtlich darüber gefreut. Sie betreiben das Restaurant inzwischen seit 33 Jahren. mit allen nachvollziehbaren Höhen und Tiefen. Danach ging es zurück in unsere Unterkunft und wir ließen den Abend ruhig ausklingen.
- Zwei Jugendliche fortgeschrittenen Alters verlassen die Jugendherberge
- Blick auf die Spree in Moabit
- Blick auf den Tegeler See
- Yachthafen an der Havel vor Nieder Neuendorf
- Alter Wachturm vor Nieder Neuendorf
- Das waren noch Zeiten!
- Schloss Oranienbaum
- Luise Henriette von Oranien
- Widmung der Bürger Oranienbaums
- Unser Abendessen
- Die Kirche von Germendorf




















