3. Tag (28.08.2026): Von der Wasserkuppe nach Fulda

By 28. August 2026Aktuelles

Tagesstrecke: 41,48 Km

Der Tag begann etwas ambivalent. Eigentlich sollte es viel Regen geben, aber dann kam es doch anders. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg und es sollte zumindest eine Stunde keinen Regen geben. Wir zogen uns aber vorsichtshalber die Regenkleidung schon mal an, weil es, wenn der Regen beginnt, immer etwas mühselig ist, noch schnell genug die Klamotten überzuziehen. Dann ging es los.

Der erste Kilometer führte von der Wasserkuppe über den dortigen Parkplatz auf eine Straße, die gerade restauriert wird und deshalb gesperrt ist. Als Fahrradfahrer kommt man aber mit einiger Vorsicht und indem man sich dem Baggerführer bemerkbar macht, ganz gut durch. Dann geht es einen Kilometer auf einer ziemlich üblen Gravelstrecke bergab, wo wir dann zum Teil doch lieber geschoben haben. So gelangt man dann schließlich auf die ebenfalls gesperrte B 284 und da wir bisher auf dem Hinweg keine Baustelle gesehen hatten, entschieden wir uns dafür, es auszuprobieren und siehe da, wir schafften die 6 Kilometer bis Gersfeld bei Geschwindigkeiten zwischen 35 und 40 Km/h in weniger als einer Viertelstunde. Das gab Auftrieb.

Nach einem kurzen Halt bei EDEKA in Gersdorf ging es dann weiter in Richtung Fulda. Die Strecke ist ausgezeichnet. Sie führt überwiegend über asphaltierte Wege ohne Autoverkehr und geht meistens bergab. So hatten wir heute 740 Hm bergab und waren bereits nach 2 1/2 Stunden in Fulda. Die Landschaft des hier doch recht breiten Tals der Fulda ist sehr schön. Eingerahmt von Wäldern entlang den Ausläufern der Rhön fährt man hier entlang von Wiesen und Felder durch eine Gegend, die vorwiegend landwirtschaftlich aber auch viehwirtschaftlich genutzt wird. in Fulda waren wir dann bereits kurz vor 12 Uhr. Da der Hunger sich nach der strammen Fahrt meldete, kehrten wir erst einmal in einer Bäckerei namens Pappert ein, die hier offensichtlich über zahlreiche Filialen verfügt und diese mit einem Café verbindet. Es gibt neben Kuchen auch belegte Brötchen und so ließ sich Jana ein Brötchen mit Leberkäs und ich ein Blätterteigbrötchen mit Wurst und Käse schmecken.

Dann ging es noch drei Kilometer weiter zu unserem heutigen Hotel LUMA Spa&Fitness etwas am Rande von Fulda in einem Gewerbegebiet gelegen. Check in war erst um 15 Uhr, aber unser Zimmer war bereits fertig und es machte keine Umstände, es gleich zu beziehen. Das LUMA ist äußerlich zwar ein Hotel, aber wohl in erster Linie ein riesiger Fitnesstempel sogar mit einer für ein Hotel sehr repräsentativen Saunaausstattung und eben auch Hotelzimmern. Bei dieser Aussicht begaben wir uns dann sehr schnell hinauf in den auf dem Dach eingerichteten SPA-Bereich. Hier verweilten wir dann zweieinhalb Stunden und relaxten uns erst einmal, was uns beiden gut tat.

Als wir dann wieder auf unserem Zimmer waren, hatte Jana schnell die Idee, doch heute noch einmal mit dem Bus in die Innenstadt zu fahren und ein wenig herumzuspazieren. Meine Begeisterung hielt sich eigentlich in Grenzen, aber ich wollte nicht wieder als Spielverderber gelten. Also fuhren wir mit dem Bus zum Universitätsplatz und machten einen ersten Stadtrundgang. Als ich dann meinen Hunger anmeldete, sucht Jana im Internet ein Lokal namens „Dachsbau“ aus, was in einer der kleinen Fressmeilen von Fulda liegt. Das Lokal wird wohl von Türken betrieben, die allerdings sehr eigenwillig aber gute Speisen zubereiten. Jana bestellte Gnocchi mit gefülltem Frischkäse, der mit Pfifferlingen zubereitet war und ich bestellte drei Mezzes, gegrillte Scampis, würzige Kartoffelstücke und gebratene Champignons. Es war wirklich köstlich und wir waren auch mit dem Preis-Leistungsverhältnis sehr zufrieden.

Dann gingen wir zur Bushaltestelle und fuhren mit dem vorletzten Bus um 19:37 Uhr (!) bereits in unser Hotel zurück. Morgen bleiben wir noch in Fulda und werden uns die Stadt noch genauer anschauen.

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