13. Tag (07.09.2026): Minden

By 18. September 2026Aktuelles

Tagesstrecke: 21,75 Km

Heute also der letzte Tag, morgen geht es wieder nach Hause. Wir wollen uns heute zwei Highlights bei Minden etwas genauer anschauen, da ist zum einen das Wasserkreuz zwischen der Weser und Mittellandkanal sowie die Schacht- und Weserschleuse. Zum Anderen wollen wir das schon gestern aus der Ferne gesehene Kaiser-Wilhelm-Denkmal in der Nähe von Porta Westfalica genauer anschauen. Zunächst führt uns der Weg aber nach Norden zum sogenannten Wasserkreuz. Hier kreuzt der Mittellandkanal auf einer Brücke die Weser. Sehr imposant auch die unweit von hier gelegene sogenannte Schacht- und Weserschleuse. Die  Schachtschleuse wurde bereits in den Jahren 1911-1914 als Nordabstieg zur Weser gebaut und wurde damit die kürzeste Verbindung zwischen den Mittellandkanal und der Weser. Sie steht heute unter Denkmalschutz. Die daneben gelegene Weserschleuse ergänzt die Schachtschleuse, um auch größeren Schiffen die Zufahrt auf die Weser zu ermöglichen. Wir fahren hier einige Zeit mit unseren Fahrrädern herum und es ist schon sehr beeindruckend, was hier geschaffen wurde.

Danach geht es südwärts. In der Innenstadt von Minden nehmen wir einen Imbiss und fahren dann weiter Richtung Porta Westfalica. Von Porta Westfalica geht es dann ca. 1,5 Kilometer und 200 Höhenmeter hoch zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Es ist eines der großen deutschen Nationaldenkmäler die nach dem Tod Kaiser Wilhelm I. zwischen 1888 und 1913 erbaut wurden und die der Entstehung und Werbung für ein deutsches Nationalgefühls dienten. Der Düsseldorfer Architekt Bruno Schmitz (1858-1916) plante und baute das Denkmal an der Porta Westfalica, aber auch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Kyffhäuser, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck. Sein berühmtestes Denkmal bleibt das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig aus dem Jahre 1913. Bildhauer für die Bronzefigur Wilhelm I. war der Bildhauer Caspar von Zumbusch (1830-1950). Das Denkmal ist 88 Meter Hoch und schon wegen seiner Herausgehobenen Lage weithin sichtbar. Die Bronzefigur Kaiser Wilhelm I. ist 7 Meter hoch.  Das Standbild Wilhelm I. zeigt diesen in Uniform des Garde du Corps mit hohen Stiefeln, Waffenrock und Küraß (Brustpanzer). Darüber trägt er einen Krönungsmantel, der mit kaiserlichen Adlern versehen ist. Die rechte Hand hat Wilhelm I. zum Gruß erhoben, die linke auf das Schwert gestützt. Auf dem Kopf trägt er einen Lorbeerkranz. Das Denkmal erhebt sich über einer Ringterrasse von der wir an diesem sonnigen und klaren Tag ein phantastischen Blick in Land haben. Von hieraus fällt der Blick auf die Städte  Porta Westfalica, Minden in das hier beginnende Norddeutsche Tiefland und unter anderem hinüber zum jenseits des Durchbruchstals gelegenen Wesergebirge. In den Jahren 2013 bis 2028 wurde unterhalb der Ringterrasse und in sie integriert ein Informationszentrum und ein Panoramacafé neu errichtet. Nach unserem Rundgang lassen wir es uns nicht nehmen und kehren erst einmal in dem Café ein, um uns angesichts des doch recht warmen Tages ein Bier zu gönnen. Danach geht es bergab und wieder zurück nach Minden.

Den Abend und unsere Tour beschließen wir dann noch einmal in dem schönen Restaurant La Scala. Morgen geht es dann zurück nach Leipzig. Da wir zwei Tage später als geplant unsere Tour beginnen konnten und sie nun fünf Tage früher beenden, fehlen uns bis zur Wesermündung in Cuxhaven noch etwa 300 Kilometer. Wir nehmen uns aber vor, dies auch noch zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

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