Tagesstrecke:46,9 Km
Wieder ein warmer Tag. Im Gegensatz zu der Hitze die aus Deutschland und auch aus Leipzig berichtet wird, haben wir sehr sonniges aber auch angenehmes Wetter. Die Temperaturen werden diese Woche wischen 20° und 25° liegen, ideales Fahrradreisewetter.
Heute geht es in Richtung Norden über die Insel Falster. Die Insel gehört sicher zu den kleineren Insel Dänemarks. Sie ist 513 Qkm groß und hat ca. 41 Tsd Einwohner, wovon schon ein Drittel Nyköbing lebt. Nyköbing heben wir uns für die Rückfahrt auf. Wir fahren heute noch einmal über Marielys entlang der Ostküste. Unsere erste Station ist das Schloss Corselitze, das im 18. Jhdt. von einem Fabrikanten in der heutigen Form errichtet wurde. Nach dessen Tod wurde es in eine Stiftung eingebracht. Dem ist es wohl auch zu verdanken, dass zwar das Schloss privat genutzt wir und daher nicht betreten werden kann, aber der wunderschöne englische Landschaftspark mit französischen Parkelementen für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Neben den vielen und farbigen Pflanzen in den eher französischen gestalteten Rabatten gibt es auch noch einen großen Rosengarten. Wir machten einen Spaziergang durch den Park und fanden es sehr angenehm hier ein wenig zu verschnaufen.
Der längste Teil unserer heutigen Strecke führte uns durch Wald. Einige Kilometer Corseltze kamen wir an das Restaurant Pomie Nakke Traktösted. Ich weiß nicht, was der Name bedeutet, aber es war ein sehr hübsches Restaurant, wo wir sozusagen als Mittagslunch eine wohlschmeckende Kleinigkeit verzehrten. Ich hatte mich für ein Pariser Steak entschieden, was sich bei genauerem Hinsehen als Rinderbullette auf einem Viertel Toastbrot entpuppte über dass ich dann ein Eigelb schütten durfte. Jana hatte eine Toastbrot mit Schinken, Käse und einem Spiegelei mit drei Blättern Spinat. Das Ganze war durchaus wohlschmeckend, aber den Hunger für Fahrradreisende hat es nicht gestillt. Hier stellten wir dann auch fest, was wir später noch weiter verifizieren konnten, dass Dänemark doch erheblich hochpreisiger ist als Deutschland und sich damit auf eine Ebene wie den anderen skandinavischen Länder begeben hat. Die Preise etwa 20 bis 25 % höher.
Weiter ging es nun die letzten 15 Kilometer nach Stubbeköbing. Hier hatten wir uns in einer kleinen Pension, dem Stub Inn Guesthouse, ein Zimmer mit eigenem Bad gebucht. Letzteres ist in Dänemark durchaus nicht überall üblich. Wir wurden sehr freundlich von der Besitzerin Sally begrüßt. Sie hatte hier wirklich ein hübsches Anwesen aus zwei alten Häusern geschaffen. Die Zimmer waren klein, was in Dänemark wohl auch überwiegend so ist, denn die Häuser sind auch überwiegend klein und erinnern etwas an die ländlichen Siedlungen und Bebauungen in Brandenburg. Dänemark ist allerdings bunter als Brandenburg. Mit dem eigenen Badezimmer war es dann auch so. Es war so klein, dass die Dusche wohl nur über dem Waschbecken angebracht werden konnte und, sollte man tatsächlich hier duschen, man das ganze Bad unter Wasser gehabt hätte. Als Sally unsere etwas fragenden Gesichter sah, meinte sie dann auch zum duschen könne man auch die Dusche für alle nutzen, die direkt gegenüber unserem Zimmer lag. Das haben wir dann auch getan, weil wir natürlich kein Badezimmer haben wollten, dass man nach jeder Dusche erst mal entfluten musste.
Nachdem uns die Preise doch etwas erschreckt hatten, beschlossen wir uns heute das Nötigste für das Abendbrot selbst zusammenzustellen und gingen in den 500 Meter entfernten Hunde Netto und konnten uns davon überzeugen, dass wir mit Wein, Bier und zwei Fertiggerichten lediglich die Hälfte unseres Mittagspreises ausgeben mussten. So ließen wir den Abend geruhsam ausklingen und spielten noch zwei Partien Schach, die ich leider beide verloren habe, aber dafür war Jana glücklich, was ja auch wichtig ist.
- Blick auf den Strand
- Kleiner Pavillon, den sich ein dänischer General als Rückzugsort im 18 Jhdt. erbauen ließ
- Allee zu Schloss Corselitze
- Das Schloss
- Der Rosengarten
- Die Zierpflanzen in den französisch angelegten Rabatten
- Blick über die Felder zur Insel Mön
- Die Naesgard Efterskole. Für diese Schulen gibt es kein gibt es in Deutschland kein Pendant. Sie sind in Dänemark freiwillige Wohnschulen für 1418-Jährige meist für ein Jahr nach der 9. oder 10. Klasse. Der Fokus liegt nicht nur auf den Noten, soindern stark auf Persönlichkeitsentwicklung,Gemeinschaft und Spezialinteressen.
- Duftende Rosen


































