Noch einmal ist es ein sehr schöner Tag. Ab morgen ist dann aber ein Wetterwechsel für die nächsten Tage angekündigt. Heute möchte ich noch auf den Turm der Marienkirche steigen und mir Krakau von oben ansehen. Danach werde ich mir noch das Universitätsviertel in der Altstadt anschauen und auch noch einmal zum Grunwald-Denkmal gehen. Für den Nachmittag plane ich noch eine kleine Tour zum Benediktinerkloster in Tyniec.

Tagesstrecke: 29,22 Km

Morgenspaziergang

Ich wache heute recht früh auf und begebe mich gleich auf den Weg zum Bäcker. Da das Wetter schön und die Stadt noch fast menschenleer ist, dehne ich meinen Morgenspaziergang bis zum Marktplatz aus und hier kann man den Unterschied zum Tagesverlauf am besten sehen. Der Platz ist praktisch menschenleer.

 

Blick vom Turm der Marienkirche und Spaziergang durch das Universitätsviertel

Nach dem Frühstück bin ich bereits um 9:30 Uhr wieder auf dem Rynek. Noch ist es zu früh, um Einlasskarten für den Turm der Marienkirche zu bekommen. Der kleine Laden gegenüber der Marienkirche öffnet erst um 10 Uhr. Also gehe ich noch kurz zu den Tuchhallen, wo die Verkaufsstände gerade öffnen. Nachdem ich einmal durchgelaufen bin und mich vergewissert habe, dass ich tatsächlich nichts von dem hier Angebotenen brauche, gehe ich wieder zum Ticketshop, um eine Karte für die Turmbesteigung zu erwerben. Dann gehe ich zum etwas seitwärts gelegenen Zugang zum höheren Turm der Marienkirche. Die Tür ist verschlossen. Also warte ich. Nach einiger Zeit kommen auch zwei junge Frauen, die offenbar auch den Turm besteigen wollen. Auch sie schauen sich etwas hilflos um. Suchen dann aber noch einmal die Tür ab und finden einen Knopf, der ein Klingelknopf sein könnte, auf den eine der beiden drückt. Es scheint tatsächlich ein Klingelknopf zu sein, denn wie von Geisterhand öffnet sich die Tür plötzlich und die beiden treten ein und ich husche natürlich gleich mal hinterher, was den beiden Frauen aber zunächst etwas ungeheuer zu sein scheint. Nachdem ich merke, dass sie deutsch sprechen, gebe ich mich ebenfalls als Landsmann und Tourist zu erkennen und erkläre ihnen, dass ich auch ein Karte erworben hätte, um  den Turm zu steigen. Um sie auf jeden Fall zu beruhigen wedele ich mit meinem Ticket. So gehen wir in einem gewissem Abstand die 239 Treppenstufen hinauf in den Raum des Trompeters. Erst hier sitzt jemand in einem kleinen abgetrennten Raum, scheint aber an uns und unseren Eintrittskarten kein Interesse zu haben. Vom Raum des Trompeters, es ist die erste Ebene der achteckigen Turmhaube kann man nur durch relativ kleine Fenster hinunter auf die Stadt schauen. Sie ermöglichen keinen Rundblick, dennoch sind die interessanten Teile der Stadt sehr schön zu sehen und da die Luft heute sehr klar ist, hat man auch in die Ferne einen guten Blick.

Nachdem ich ausreichend geschaut und fotografiert habe, mache ich mich wieder auf den Weg hinunter. Zuvor habe ich noch dem Wunsch der beiden Frauen hier oben entsprochen und sie mit ihren Handy fotografiert. Sie haben von mir dann auch einige Fotos gemacht. Unten angekommen, schlendere ich dann wieder über den sich nun doch recht schnell mit Menschen füllenden Rynek in das südwestlich der Altstadt gelegene Universitätsviertel. Die Jagiellonen-Universität in Krakau wurde 1364 vom polnischen König Kasimir dem Großen gegründet. 1817 erfolgte die Umbenennung in den heutigen Namen. Dies geschah sicher nicht von ungefähr, war Kasimir der Große, der letzte der Piastenherrscher, zwar der Gründer der Universität, so folgten auf ihn mit  Władysław II. Jagiełło die Jagiellonen die dann bis 1572 den polnischen König stellten. Władysław II. Jagiełło war zunächst Großfürst von Litauen und bestieg dann im Jahr 1386 durch Heirat mit der polnischen Königin Hedwig von Anjou den polnischen Thron zu Krakau. Die Jagiellonen beherrschten dank ihrer vielfältigen Verbindungen mit den Adelsfamilien Europas um 1500 das Königreich Polen, das Großfürstentum Litauen, das Königreich Böhmen, das Königreich Ungarn und das Königreich Kroatien. Die Nachkommen Jagiełłos, die den größten Staat in Mitteleuropa während des 14., 15. und 16. Jahrhunderts schufen, legten auch den Grund der jagiellonischen Idee, die noch im 20. Jahrhundert in der Vorstellung eines ‚Polen von Meer zu Meer‘, das heißt von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, weiterlebte. Diese Idee fiel natürlich im 19. Jhdt. bei dem sich formierenden Nationalismus gegenüber der Fremdherrschaft auf fruchtbaren Boden und insofern ist die Namensgebung sicher auch Ausdruck des sich in jener Zeit entwickelnden polnischen Nationalismus.

Die Universität ist heute über die ganze Stadt verteilt. Ich schaue mir das sogenannte Collegium Maius, den Professorengarten, Das Collegium Novus und das Denkmal für Nikolaus Kopernikus an. Collegium Maius ist das älteste Haus und der ursprüngliche Sitz der Universität. 1400 erwarb König Władysław II. Jagiełło aus dem Nachlass der Hedwig von Anjou dieses Haus als Sitz der Universität. Das Haus wurde mehrmals erweitert, sodass große Teile der Bausubstanz heute aus dem 15. Jahrhundert stammen; im Innenhof entstanden Kreuzgänge. In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Gebäude „Collegium Maius“ benannt. Im Erdgeschoss befanden sich Hörsäle, im Obergeschoss die „Stuba Communis“, die Bibliothek und Wohnräume für Professoren. Heute ist das Collegium Maius Sitz des Universitätsmuseums.

Nach den Aufständen im 19. Jhdt. gegen die Zerteilung Polens und den Verlust der staatlichen und nationalen Identität, gab es Überlegungen, die Universität aufgrund der politischen Aktionen zu schließen. Diese  wurden durch ein Kaiserdekret beendet. Es wurde in neue Gebäude investiert (Collegium Novum, 1887) und bis 1918 in deutscher und polnischer Sprache geforscht und unterrichtet. Das neogotische Collegium Novum ist bis heute das Hauptgebäude der Universität. Hier auf dem Universitätsgelände wurde im Jahr 1900 im Hof der Bibliothek ein Denkmal für den berühmtesten Studenten der Krakauer Universität, Nikolaus Kopernikus, errichtet. Auch ihm statte ich einen kurzen Besuch ab.

Auf dem Weg zurück mache ich dann noch einen kurzen Stopp beim Rathausturm, der direkt neben den Tuchhallen als Solitär stehen geblieben ist. Er ist der bis heute erhaltene Rest des im 13. Jahrhundert erbauten und wegen Baufälligkeit im 19. Jahrhundert abgetragenen Krakauer Rathauses. Er steht schräg gegenüber der Marienkirche am Rand des quadratischen, etwa 40000 m² großen Hauptmarktes. Die polnische Beschreibung an einem Model des ehemaligen Rathauses schildert die Geschichte etwas anders und verweist darauf, dass die Österreicher das Rathaus zerstört hätten.

 

Das Grunwald-Denkmal

Letzte Station meiner vormittäglichen Runde durch Krakau ist nun wie schon gestern Abend das Grunwald-Denkmal. Das Denkmal gedenkt der Schlacht von 1410. Das Heer des Deutschen Ordens unter Hochmeister Ulrich von Jungingen sowie Aufgebote der preußischen Landstände und eine unbekannte Zahl von Söldnern nebst west- und mitteleuropäischen Rittern trug dort das entscheidende Treffen gegen eine gemeinsame Streitmacht des Königreichs Polen unter König Władysław II. Jagiełło sowie des Großfürstentums Litauen unter Großfürst Vytautas aus. In Deutschland kennen wir diese Schlacht unter dem Namen Schlacht bei Tannenberg. Hintergrund der Schlacht waren die seit 1303 andauernden Litauerkriege des Deutschen Ordens sowie die latente Rivalität zwischen Deutschem Orden und dem seit 1386 mit Litauen in Personalunion verbundenen Königreich Polen. Sie erreichten in dieser Schlacht ihren Höhepunkt. Die schwere Niederlage der Streitmacht des Deutschen Ordens kennzeichnet den Beginn des Niedergangs der Ordensherrschaft in Preußen sowie den Aufstieg Polen-Litauens zur europäischen Großmacht. Die Auseinandersetzung gilt als eine der größten Schlachten zwischen mittelalterlichen Ritterheeren.

Ohne auf die Schlacht im Einzelnen einzugehen, kann man doch sagen, dass die Schlacht vom Deutschen Orden weniger durch die Überlegenheit des polnisch-litauischen Heeres entschieden wurde als vielmehr durch die mangelnde strategische und taktische Weitsicht des Hochmeisters und Feldherren auf Seiten des Deutschen Orden, Ulrich von Jungingen. Dies soll freilich die Tapferkeit der Litauer und Polen nicht schmälern. An einem kritischen Punkt der Schlacht stürzte er sich aber Ulrich von Jungingen höchstselbst in das Schlachtgetümmel. An vorderster Front kämpfend, ging Ulrich von Jungingen das gleiche Risiko ein wie die von ihm geführten Kämpfer und bezahlte seinen Wagemut mit seinem Leben. Der Hochmeister erwies sich so zwar den Idealen des Rittertums ergeben, was sich aber später als verhängnisvoll erwies. Jungingen zeigte sich der Nachwelt als tapferer Krieger, jedoch nicht als weitblickender Feldherr, der selbst im Falle eines verlorenen Treffens hinhaltenden Widerstand zu organisieren vermochte. Der Hochmeister schien eine kritische Phase in der Schlacht oder ein generell verlorenes Treffen grundsätzlich ausgeschlossen zu haben. So erklärt sich der einhergehende Verlust jeglicher koordinierter Führung mit dem Tod des Heerführers. Hinzu kam die Verteilung der Großgebietiger, das heißt der potenziellen Stellvertreter, auf die einzelnen Flügel, was eine einheitliche Führung unmöglich machte.

Die Schlacht von Grunwald gehört seit dem 19. Jahrhundert zum Nationalmythos Polens und Litauens. Gerade in den 123 Jahren, in denen die Nation zwischen den Nachbarländern Russland, Österreich und Preußen/Deutschland aufgeteilt war, wurde die Geschichte vom Sieg der vereinigten polnisch-litauischen Heere über die Kolonisatoren des Deutschen Ordens zu einer sinnstiftenden Heldenerzählung, die half, gegen die Russifizierungs- bzw. Germanisierungspolitik der Teilungsmächte die eigene kulturelle Identität zu bewahren. Dies wird auch dadurch verstärkt, dass es auch eine der wenigen gewonnenen großen Schlachten ist, auf die Polen mit Stolz zurückblicken kann. Besondere Bedeutung erlangte dabei das in den Jahren 1872 bis 1878 entstandene Gemälde der Schlacht des Historienmalers Jan Matejko. Matejko stützte sich bei seiner Darstellung auf die 1855 entstandene überaus wirkungsmächtige Geschichtserzählung des Lemberger Historikers Karol Szajnocha Jagiełło und Jadwiga 1374 bis 1413, die im ganzen 19. Jahrhundert den „obligatorischen Bezugspunkt“ für alles polnische Gedenken an die Schlacht bildete. Matejkos Gemälde wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Der Maler erhielt dafür am 29. Oktober 1878 vom Krakauer Stadtrat ein Ehrenzepter als „König der Maler“. Immer wieder wurde das Gemälde in Zeitschriften, auf Postkarten und in Geschichtsbüchern für die Schule nachgedruckt, sodass es die Vorstellung der Polen über die Schlacht bis heute prägt. Von Matejkos Werk angeregt wurde auch die bekannteste literarische Gestaltung des Sujets, nämlich der historische Roman Krzyżacy (in deutscher Übersetzung Die Kreuzritter) des späteren Literaturnobelpreisträgers Henryk Sienkiewicz. Hier werden in einer Art literarischer Schwarz-Weiß-Malerei die spätmittelalterlichen Auseinandersetzungen zwischen Polen und Deutschen als in Nationaleben nicht unüblicher Kampf zwischen Gut und Böse geschildert und glorifiziert.

Auch in der deutschen Perspektive entwickelte sich im 19. Jhdt. die Schlacht von Tannenberg im 19. Jhdt. zu einem Mythos. Der Deutsche Orden wurde im protestantischen Preußen nicht zuletzt aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen mit den preußischen Ständen in der Mitte des 15. Jahrhunderts distanziert betrachtet. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte unter maßgeblicher Beteiligung des Historikers Heinrich von Treitschke ein Umschwung in der öffentlichen Meinung ein. Der Orden verkörperte fortan die „deutsche Mission im Osten“ und übernahm in der Geschichtsschreibung die Rolle eines „Kulturträgers gegen das Slawentum“. Bezüglich der Schlacht bei Tannenberg erfolgte demzufolge eine Revision des Geschichtsbildes von relativ neutraler Bewertung hin zur Darstellung einer tragischen Niederlage. Diese Sicht spiegelt sich eindrucksvoll im Roman „Heinrich von Plauen“ von Ernst Wichert wider. Darin wird vom heldenhaft-schönen Ulrich von Jungingen als Antagonisten seines listig-hässlichen Gegenspielers Władysław II. Jagiełło gesprochen. Unter dem Eindruck der integrierenden Bewertung Tannenbergs auf polnischer Seite wurde Ende des 19. Jahrhunderts dazu übergegangen, den polnischen Gedenkfeiern eine „deutsche Komponente“ entgegenzusetzen. Folge war eine vorbehaltlose Glorifizierung des Deutschen Ordens als „Kolonisator des deutschen Ostens“ durch nationalistische Kreise im wilhelminischen Preußen.

An Erinnerungsfeiern, die bis heute in kleinem Rahmen regelmäßig begangen werden, orientierte sich auch der deutsche Mythos der zweiten Schlacht bei Tannenberg im August 1914, in der das kaiserlich-deutsche Heer im Ersten Weltkrieg in einer Kesselschlacht die 2. Russische Armee unter General Samsonow vernichtete. Der damals Oberkommandierende Paul von Hindenburg äußerte vor Kaiser Wilhelm II. den Wunsch, die Schlacht nach dem eigentlich 15 Kilometer entfernten Tannenberg zu benennen, um die „Schmach von 1410“ zu tilgen. Mit der Errichtung des Jungingensteins im Jahre 1901 sowie des monumentalen Tannenberg-Denkmals im Jahre 1927, das eigentlich an den Sieg von 1914 erinnern sollte, sich aber in seiner Architektur an eine mittelalterliche Ordensburg anlehnte, sollte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Revanchegedanken für die Niederlage im Ersten Weltkrieg an die vorgebliche Kontinuität der Geschichte angeknüpft werden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gerieten mit dem Verlust der deutschen Ostgebiete auch die beiden Schlachten bei Tannenberg aus dem Fokus des öffentlichen Interesses in Deutschland.

Nun aber zum Denkmal selbst. Das Denkmal wurde von dem Komponisten und Politiker Ignacy Jan Paderewski gestiftet. Er war der erste Ministerpräsident und Außenminister nach die Wiedergründung des polnischen Staates nach dem Ersten Weltkrieg. Der Entwurf des Denkmals stammt von Antoni Wiwulski. Das Denkmal wurde am 500. Jahrestag der Schlacht bei Tannenberg von 1410 am 15. Juli 1910 vor ca. 150.000 Besuchern in Krakau feierlich eingeweiht. Während der deutschen Besetzung Polens wurde es 1939–40 demontiert und der Sockel gesprengt. 1972 gründete sich in Krakau ein Komitee zur Wiedererrichtung des Denkmals. Am 16. Oktober 1976 wurde der Sockel eingeweiht und am 10. Oktober 2010 das neu erschaffene Denkmal wieder der Öffentlichkeit übergeben. Gerade die Rekonstruktion des Denkmals vor gerade einmal etwas mehr als 10 Jahren zeigt wie sehr der Mythos noch lebendig ist und damit auch den polnischen Nationalismus lebendig erhält.

 

Ausflug zum zum Benediktiner Kloster in Tyniec

Am Nachmittag mache ich noch einmal ein kleinen Ausflug nach Tyniec zu dem dortigen Benediktiner Kloster. Ich war zwar dort schon bei meiner Anreise nach Krakau, aber inzwischen habe ich sehr malerische Fotos vom anderen Weichselufer aus gesehen und möchte diesen Blick auch noch einmal einfangen. Auf dem Weg dorthin komme ich an einer sehr malerischen schlossähnlichen Anlage auf einem Hügel über der Weichsel vorbei. Schon auf der Hinfahrt hat ich diese gesehen, bisher aber noch nicht herausbekommen, um was es sich handelt. Inzwischen habe ich mit Hilfe von google und Wikipedia Aufklärung erhalten. In Polen heißt es heute Zamek w Przegorzałach auf der deutschen Wikipedia-Seite findet man es unter dem Namen Schloss Wartenberg. Der polnische Architekt Adolf Szyszko-Bohusz errichtete in den Jahren von 1928 bis 1929 hier auf dem Przegorzały-Felsen für sich die Villa Baszta. Die Villa wurde 1940 von den deutschen Besatzern beschlagnahmt und vom Distriktgouverneur Otto Wächter bezogen. Wächter ließ überdies das Schloss Wartenberg von Szyszko-Bohusz entwerfen, das von 1942 bis 1943 neben der Villa entstand. Er wurde allerdings 1942 vor Fertigstellung nach Lemberg versetzt und das Gebäude stand zunächst leer. Generalgouverneur Hans Frank machte dann Heinrich Himmler das Schloss bei dessen Besuch in Krakau 1943 zum Geschenk, der es zu einem Sanatorium für die SS und Offiziere der Luftwaffe bestimmte. Das Schloss sollte mit dem Weichsel-Tal durch eine Seilbahn verbunden werden, was nicht realisiert wurde. Das Schloss wurde Ende 1944 als Lazarett genutzt. Am 18. Januar 1945 wurde es von der Roten Armee besetzt. Das Gebäude wird derzeit von der Jagiellonen-Universität genutzt. Die unteren Geschosse werden an Gastronomiebetriebe (Restaurants, Cafés) verpachtet. So hat auch dieses Gebäude eine sehr wechselhafte polnisch-deutsche Geschichte und ist ein Symbol für die doch schwierigen Beziehungen beider Länder.

Auch das Benediktiner Kloster in Tyniec, ungefähr 15 Kilometer vor Krakau, liegt auf einem Felsen der Krakauer Landbrücke, einer felsigen Hügellandschaft mit Höhen von 250 bis 300 Metern. Insofern ist die Gegend prädestiniert für malerische Hügelbebauung. Auch der Wawel wurde auf einem Hügel der Krakauer Landbrücke errichtet. Nachdem ich mich an dem Motiv satt gesehen und es ausreichend fotografiert habe, setze ich mit der Fähre auf das andere Ufer hinüber und fahre zurück nach Krakau. In der Ferne fällt der Blick dann noch einmal auf auf das Kamaldulenser Kloster in Bielany, das ebenfalls an prominenter Stelle auf einem Hügel errichtet wurde. Zurück in meinem Apartment ruhe ich mich ein wenig aus. Abends geht es noch einmal ins Domowe Przysmaki, wo ich mir noch einmal Kartoffelpuffer, diesmal mit Schweinegulasch, schmecken lasse. Danach geht es zurück in mein Apartment und ich lasse die Eindrücke dieser spannenden und eindrucksvollen Stadt Krakau auf mich wirken und bereite meine weitere Tour ab morgen vor.

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